| Anmerkungen: | 9.4.1855 getauft,
29.12.1884 Heirat in Potsdam Register 381
25.07.1925 beerdigt
An anderer Stelle werden die 4 Kinder "Martin, Grete, Hans-Joachim, und Hilde" genannt.
Königlicher Musikdirektor und Professor für Musik.
Zitate:
"Für die Entwicklung des „Potsdamer Männerchores" muss aber auch der Potsdamer Männergesangverein - der 1886 gegründet wurde - und dessen geschichtliche Entwicklung erwähnt werden: Nur zwei Dirigenten leiteten diesen Chor von seiner Gründung an bis hin zum 2. Weltkrieg.
Professor Gebhardt stand ihm bis zu seinem Tode im Jahre 1925 vor. "
und
"Der „Potsdamer Männergesangverein“ wurde 1886 gegründet und ihn leiteten seit dem bis zum zweitem Weltkrieg nur zwei Dirigenten. Der erste war Professor Gebhardt, der im Jahre 1925 verstarb, und der zweite war der Lehrer und spätere Professor Karl Landgrebe."
Über eien Begegnung mit Wilhelm Kempff finden wir in den ^Potsdamer Neuste Nachrichten (PNN)
In dem ersten eigenen Klavierkonzert als Elfjähriger am 19. Oktober 1907 im Palast Barberini spielte er unter anderen seine Fantasie über das Auto Ihrer Königlichen Hoheit des Prinzen Eitel Friedrich. Das Automobil der Hoheit interessierte den Jungen, denn schließlich gehörte es damals noch zu den viel bestaunten Raritäten in der Residenzstadt Potsdam. In dem Konzert gab es auch den Programmpunkt „Freies Improvisieren über gegebene Themen“. Der Kantor der Friedenskirche und Musikkritiker Martin Gebhardt stellte den Jungen auf die Probe. Wilhelm bat: „Bitte kein Kinderlied, sondern ein schweres Thema.“ Der Kantor spielte ein As-Dur-Thema vor, das der Elfjährige anstandslos nachspielte. „Nach einer würdigen Einleitung begann er in einem übermütigen Scherzo ein wahres Katze- und Mausspiel, das Thema in atemloser Hatz durch alle Tonarten jagend ... bis er es seinen gebannten Zuhörern in umgekehrter Fassung als strenge Fuge präsentierte“, schreibt Wilhelm Kempff in seinem Erinnerungsbuch „Unter dem Zimbelstern“.
Wir wissen nicht, wo Martin während des Ersten Weltkriegs war. Im Kriegstagebuch 1914-18 S.8 von Ernst Jünger wird ein "Musikdirektor Gebhardt" erwähnt, der dort umkommt (Oranville/Orainville, Frankreich).
Auf Seite 472 wird zusammengefasst:" 6 Musikdirektor Gebhardt: Obermusikmeister Gebhardt, Chef der Regimentskapelle, die ihr Quartier im Schloss hatte"
Es ist nicht klar, ob das unser Martin ist. Ist er es, dann starb jedenfalls dort ein anderer. Unser Martin starb erst 1925.
Aus dem Adreß-Kalender für die Königlichen Residenzstädte Berlin, Potsdam, Charlottenburg und die Städte Berlin-Schönberg, -Wilmersdorf, -Lichtenberg, Neukölln sowie für die Gemeinde Berlin-Dahlem, 1917
"Gebhardt Prof Kgl Mus Dir Kantor u Organist Alte Luisenstr 58.".
Die Alte Luisenstraße heißt heute "Zeppelinstraße".
http://www.potsdam-wiki.de/index.php/Zeppelinstra%C3%9Fe
Zitiert in:
Potsdamer Musikgeschichte, Vera Grützner
Musiker in Brandenburg vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart, Vera Grützner
Prof. Martin Gebhardt wohnte bis zu seinem Tode in der Victoriastr. 87, Potsdam.
Am 5. Juli 1925 wurde der Abschnitt der damaligen Viktoriastraße (heute Breisgauer Straße) zwischen heutiger Tewsstraße und Potsdamer Chaussee als Verlängerung der Wannseestraße in Wannseestraße umbenannt. |