24. Dezember 1845, unsere neue Hütte in Indianpoint

eines ein  Paar Jahre brach gelegenen Ackers in Europa, weil der Boden hier viel lockerer und milde ist.

Um aber auf unsere Indianpoint wieder zurückzukommen, so schliefen wir die erste Nacht unter einem Schiffssegel, das von dem hiesigen Agenten des Vereins namens Müller erhalten hatte und gingen des anderen Tages in den hier hinter einem See gelegenen Busch, um Holz zu einer Hütte zu fällen. Da hier aber nur allerhand Dornsträucher, die ganz ineinander geschlungen, neben anderen kleine Baumarten wachsen, welche ihre grünen Blätter auch im Winter behalten, so wurde es uns schwer gerades und passendes Holz zu finden. Das Gefundene wurde des Abends auf dem Vorderwagen nach Hause gezogen und die Nacht ohne Obdach im Regen zu gebracht. Am 24 Dezember 1845 also Weihnachts heiligen Abend gegen Abend ein Notzelt von meinem Wagenplan aufgestellt und dann in den folgenden Tagen von Rasen, Gras und Reiser eine Hütte erbaut. Seit länger als 14 Tagen hatten wir uns des schönsten wärmsten Wetters zu erfreuen und wir wohnten recht bequem in unserer neuerbauten Hütte. Nun aber stellte sich ein furchtbarer Regen ein, das Dach unserer Hütte war sehr flach, daher regnete es dermaßen durch, daß wir auf unserem Lager ganz durchnäßt wurden und fast 2 Zoll im Wasser lagen. Die Folge davon war, daß meine kleine Hulda erkrankte und einige Wochen hart darniederlag. Bald darauf kam ein anderer Regen, der es uns ebenso machte und uns von der Nothwendigkeit überzeugte: die erbaute Hütte niederzureißen und eine bessere zu erbauen. Wir gingen also bald ans Werk, benutzten das Holz der alten Hütte, kauften uns noch Bretter, die wir zerschnitten und zu Sparren benutzten; denn hohes gerades Holz, war damals schon im Busch nicht zu finden, jetzt aber gar keins mehr vorhanden, und bauten uns nun aus Holz und Gras eine Hütte mit einem hohen Dache, die uns vor Wind und Wetter schützt und uns hinlängliche Bequemlichkeit gewährt. Sie ist 12 Fuß lang, 12 Fuß breit und 9 Fuß hoch; die Seitenwände haben eine Höhe von 4 1/2 Fuß, ja wir wohnen darin weit bequemer und angenehmer als in den Vereinszelten von Leinwand die eine runde nach oben zu spitze Form haben und in welche 13, 14 bis 15 und 16 Mann einquartirt werden, daher dieselben auf einem so engen Raum angewiesen sind,