Dezember 1845 Port Caballo

Schutz und Obdach gewährenden Gebäuden und verlangte an Land gesetzt zu werden. Bald stieß auf das kleine Boot bemannt mit einigen Matrosen, dem Steuermann und einem Führer der Auswanderer vom Schiff aufs Land, das bald wieder zurückkehrte, die Leiche einer in verflossener  Nacht verstorbenen Frau einladete und mit einigen Leuten dem Lande nur in einer anderen Richtung zusteuerte, um dort die Beerdigung derselben zu vollführen. Als dasselbe wieder zurückkehrte war die Sonne schon unter, und es fing an dunkel zu werden, daher auch Niemand mehr an Land durfte, weil der Kapitän vorgab, er würde am folgenden Tage in aller Frühe die Anker lichten lassen, um uns bei Zeiten an unseren Bestimmungsort zu bringen. Es musste sich also Jeder bequemen noch eine unangenehme Nacht auf dem Schiffe zu zu bringen. Viele suchten Schutz vor der empfindlich kalten und feuchten Luft unten am Ofen des Dampfkessels in der Meinung, sich am Feuer wärmen zu können. Das Feuer aber ließ man ausgehen und die Leute mußten auch dort das Unangenehme der kalten Witterung empfinden und noch dazu an den Kleidungsstücken so wie wir am Leibe mit Dampf und Ruß eingeschmutzt zu werden; denn als sie des Morgens heraufstiegen, sahen sie aus wie Schornsteinfeger. Meine Frau und die Mädchen brachten die Nacht in Gemeinschaft mit vielen anderen Frauen und Mädchen unten in der Kajüte der Steuerleute auf dem Fußboden sitzend zu, ich ohne Schlaf in meinen Mantel gehüllt auf dem Verdecke herumgehend im Schmutz, der von der nassen Witterung auf demselben erzeugt wurde. Sobald es hell geworden und der Kapitän aufgestanden war, gab derselbe den Befehl sämmtliche Passagiere und Ihr Gepäck ans Land zu bringen, weil er sich mit seinem großen tiefgehenden Fahrzeuge nicht getraue durch die flachen Gewässer der Labaca Bay, in die wir zur linken Hand von hier aus der Matagordabay kommen würden, an unseren Bestimmungsorte nach Indianpoint glücklich hinzubringen. Mit Freuden verließen wir das Angstschiff und betraten das freundliche Land, das uns vorläufig auf einige Zeit den Aufenthalt gewähren sollte. Der Ort heißt Port Caballo das Land quer gegenüber Tegrespoint. Der Boden ist hier sandig, doch wird darauf Zuckerrohr, Mais, Melonen und die süße Kartoffel in Menge gewonnen. Die hier wohnenden Leute, lauter Amerikaner mit ihren schwarzen